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Statement zur Rinderhaltung in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya


Kühe haben die einzigartige Möglichkeit, aus Gras und Heu Milch und Fleisch zu produzieren. Das Ökosystem, zu dem Rinder gehören, funktioniert, indem Rinder Grasland abweiden, düngen und so das Gras zum Wachstum anregen. Dies dient der Bildung von Humus und der Einlagerung von CO2. Der Humus ist entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit.


Jede Tonne zusätzlicher Humus entlastet die Atmosphäre um mehr als 1,8 Tonnen CO2. Rinder in Weidehaltung sind unverzichtbar für die Welternährung, weil sie zur Beibehaltung der Bodenfruchtbarkeit beitragen und weil sie bei nachhaltiger Weidewirtschaft sogar helfen könnten, den Klimawandel zu begrenzen. (Quelle: Geo-Artikel 3/2011)


Durch die heutige Züchtung zur Hochleistung werden die Rinder zu Nahrungskonkurrenten der Menschen gemacht, indem sie mit eiweißhaltigem Futter gefüttert werden. Diese eiweißhaltigen Futtermittel, wie z.B. Soja, werden preiswert auf dem Weltmarkt eingekauft und führen in anderen Teilen der Welt zur großflächigen Abholzung von Regenwäldern. Die Düngung der Monokulturen belastet die Atmosphäre mit hohem Ausstoß an Stickoxiden, welche bei der Produktion des Düngers entstehen. Dazu kommt ein hoher Energieverbrauch durch weite Transportwege.


Die Aufstallung der Rinder führt zum Gülleproblem: Geruchsbelästigung, Nitrat im Grundwasser sowie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Gülletransporter.


Wir GRÜNE in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya befürworten verantwortungsbewusst und zukunftsfähig aufgestellte landwirtschaftliche Betriebe, die mit Blick auf zukünftige Generationen Grundwasser schonend (Gülle/Nitrat), durch Weidehaltung Klima schonend (CO2) und dabei gleichzeitig für Bodenfruchtbarkeit sorgend wirtschaften.


Grüne Hoya, 12.04.2021